Verarius Blog – Erster Jahrestag

Posted by Verarius
12-04-2024

Vor ein paar Tagen hat dieser gemütliche Blog seinen ersten Jahrestag gefeiert. Ich freue mich, teilen zu können, dass ich mein Versprechen eingehalten habe, alle zwei Wochen zu posten, komme was wolle. Einige Artikel waren besser, andere hätten besser sein können, aber sie sind sicher gekommen, wie das Amen in der Kirche. Dies zu erreichen, bedeutete, eine neue Gewohnheit zu entwickeln. Solange die Erinnerungen noch frisch und das Beispiel sehr lebendig sind, lasst uns schauen, welche Heuristiken sich als nützlich erwiesen haben.

  1. Ganzkörper-Ja-Commitement. Beginnen wir gleich am Anfang: Welche Gewohnheit du auch immer etablieren willst, sie muss sich auf allen Ebenen richtig anfühlen. Das heißt, dein Kopf sollte verstehen, warum du tuest, was du tuest, dein Herz sollte sich dafür begeistern, und dein Bauch sollte zumindest nicht bei dem bloßen Gedanken daran protestieren (also ein Gegenteil von einem mulmigen Gefühl im Bauch). Somit habe ich alle diese Aspekte gründlich vor dem Anfang geprüft, schnell kurz vor der ersten Veröffentlichung neubewertet und ich überprüfe dieses Commitment regelmäßig. Rational wollte ich mit dem Schreiben beginnen, weil es das Denken verbessert und mich dazu bringt, mich zu fragen, ob ich das Thema wirklich verstehe, und es gibt Zeiten, in denen ich erkenne: „Nein, eigentlich habe ich es noch nicht verstanden, also sollte ich besser zurückgehen und meine Hausaufgaben machen.“ (Das ist wahrscheinlich auch ein schöner Vorwand, einige meiner Lieblingsbücher noch einmal zu lesen). Emotional war ich von der Aussicht begeistert, über Dinge zu schreiben, die mich so leidenschaftlich interessieren. Schließlich, auf der Ebene des Bauches – nun, es fühlte sich einfach richtig und natürlich an.
  2. Mach es öffentlich. Während das Ganzkörper-Ja-Commitment wesentlich ist, um mit einer Gewohnheit zu beginnen, wird sie dich wahrscheinlich nicht direkt zu deinem ultimativen Ziel einer gut etablierten und tief verwurzelten Gewohnheit bringen. Es wird Tage geben, an denen du motiviert bist, Tage, an denen du weniger motiviert und müde bist, und dein präfrontaler Cortex mit der helfenden Hand deines limbischen Systems wird „Gründe“ finden, warum du heute die neue Routine überspringen könntest. Das, was mir geholfen hat, war meine eigene Vepflichtung, alle zwei Wochen einen Blogbeitrag herauszubringen, öffentlich zu machen. Es gab ein paar Leute, die mich darauf angesprochen haben und von Zeit zu Zeit nachsehen, ob ich noch auf Kurs bin – und dafür bin ich sehr dankbar! Meine öffentliche Verpflichtung verflocht meine Selbstidentität als jemand, der seine Worte mit Taten untermauert, mit meiner Entschlossenheit, andere nicht zu enttäuschen – eine unschlagbare Kombination, meiner Meinung nach.
  3. Finde einen Platz im Kalender. Es ist allgemein eine gute Praxis, regelmäßig zu überprüfen, wie eng deine verbalisierte Agenda mit dem übereinstimmt, was du täglich lebst und atmest. Wenn dir etwas wichtig ist, wird es sicherlich einen festen Platz in deinem Kalender haben, oder? (Und wenn du feststellst, dass dies nicht der Fall ist, ist das ein großartiger Grund, deine Agenda und deinen Kalender zu überarbeiten). Für uns bedeutet das, sicherzustellen, dass deine neue Gewohnheit einen festen Platz in deinem vollen Terminkalender erhält. Bedeutet das, dass etwas verschwinden oder verkürzt werden muss? Wahrscheinlich ja. Ist es das wert? Dies ist ein wunderbarer Moment, um den ersten Punkt zu überdenken: wenn du dein Ganzkörper-Ja hast, dann ist es das. Für mich ist das Schreibfenster der Zeitraum am Morgen, und zwar zwischen meinem Morgensport und dem Frühstück, welches das tägliche Journaling ablöste. Darüber hinaus hilft das Vorhandensein dieser festen Zeit im Kalender auch beim nächsten entscheidenden Schritt: Etwas regelmäßig zu tun, hilft mir, meine neue Identität „anzunehmen“: es ist nicht nur so, dass ich täglich schreibe, ich bin eine Person, die täglich schreibt. Auch wenn es wie Semantik erscheinen mag, ist es das nicht: dein ultimatives Ziel beim Aufbau von Gewohnheiten ist es, eine andere Definition deiner liebenswerten Selbst als jemand zu erreichen, für den die neue Gewohnheit (in unserem Fall das Schreiben) genauso natürlich ist wie Zähneputzen oder Atmen.

Das waren die drei wichtigsten Punkte aus meiner Liste. Da mein Plan ist, jeden Jahrestag zu feiern, ist es sicher zu sagen, dass wir genug Inhalt für die nächsten Jahre haben – bleib dran!

Verwandte Blogs

Posted by Verarius | 15.09.2025
Eine der häufigsten Fragen, die ich zu meiner Dissertation bekomme, lautet: „Wie sehr hilft dir KI eigentlich bei der Arbeitslast?“ Eine berechtigte Frage – und eine, auf die es inzwischen auch erste wissenschaftliche Antworten gibt. Immer mehr Studien zeigen, dass KI-Tools die Arbeit im akademischen Schreiben tatsächlich erleichtern können, insbesondere bei systematischen Literaturreviews....
Weiter lesen
Posted by Verarius | 08.12.2023
Hast du auf den Kalender geschaut und plötzlich realisiert, dass nicht nur bereits Dezember ist, sondern auch wieder die Zeit des Jahres gekommen ist, in der du dich auf Jahresgespräche vorbereiten und für dich und dein Team  Ziele für das nächste Jahr festlegen musst? Und das alles mitten im bevorstehenden Weihnachtskarussell und dem Wahnsinn zum Jahresende... Lass uns heute über SMART-Ziele sprechen und im nächsten Beitrag sehen wir, wie dir der Prozessgedanke helfen kann......
Weiter lesen
Posted by Verarius | 02.08.2024
Im Rahmen eines spannenden Projekts für einen OEM-Hersteller erarbeiten wir ein CRM-System mit einem dazugehörigen Dashboard, das verschiedene Metriken und KPIs umfasst. Irgendwann wurde deutlich, dass ein gemeinsames Verständnis über den Unterschied zwischen Metriken und KPIs fehlte. Dieses Verständnis ist jedoch grundlegend. Die Fähigkeit, zwischen beiden zu unterscheiden, ist unerlässlich, um ein CRM und Dashboard zu erstellen, das der Organisation hilft, ihre strategischen Ziele zu erreichen. Außerdem stellte ich bei Nachfragen fest, dass auch außerhalb unseres Teams kein klares Bild vorhanden war, da beide Konzepte weitgehend als Synonyme behandelt wurden. Daher beschloss ich, dass dies eine gute Begriffspaare für das nächste „Definitionsspiel“ wären. Ohne weitere Umschweife: Metriken & KPIs....
Weiter lesen