Die helle Seite der Macht: Vom Urban Theater zur Macht des Gebens

Posted by Verarius
22-06-2025

Beim letzten Mal haben wir viel über Macht gesprochen – und über die Entwicklung des neu gegründeten Berlin Urban Theater. Dabei ging es nicht nur um die aktuelle Produktion, sondern auch um den leisen, aber stetigen Integrationsprozess, der im Hintergrund stattfindet. Heute schauen wir noch einmal genauer hin – auf die Reise des Theaters und auf die helle Seite der Macht: die Macht des Gebens.

 

  1. Sprache – oder „Loque ud te videm!“

Vor zwei Jahren brachte das Urban Theater einen echten Turmbau zu Babel auf die Bühne: Die erste Produktion vereinte sieben Sprachen in einem Stück. Ein Jahr später bekam die Geschichte durch zwei Sprachen eine klare Struktur – passend zur deutsch-russischen Herkunft der Hauptfigur wurde das Stück zweisprachig entwickelt und gespielt. Und die neueste Inszenierung? Fast vollständig auf Deutsch, mit kleinen Einschüben in anderen Sprachen – sehr Berlin, sehr wunderbar. Aber diese Entwicklung ist mehr als nur ein Stilmittel. Spaß beiseite: Sprache ist ein Schlüssel. Sie eröffnet neue Möglichkeiten, sich einzubringen, sich zu identifizieren, ein Teil von etwas zu werden – besonders, wenn man sein Leben (geschweige denn ein Theater) im Ausland aufbaut. Eine diverse Gruppe von Schauspielerinnen und Schauspielern auf der Bühne zu sehen, die durch eine gemeinsame Sprache verbunden ist – und zu wissen, wie viel Arbeit das gekostet hat – lässt das Stück auf einer ganz neuen Ebene wirken.

  1. Kulturlandschaft – oder „Wie buchstabiert man Berlin? K-U-L-T-U-R!“

Man sagt, es gibt rund 500 Theater in Berlin. Ich habe sie nicht alle gezählt – aber selbst wenn das leicht übertrieben ist, dann nur knapp. Und doch hat sich das Urban Theater Schritt für Schritt seinen Platz erkämpft. Die letzte Produktion fand nicht nur auf der Bühne eines etablierten Hauses statt – sie wurde in Kooperation mit dem Berlin Globe Theater entwickelt. Aber davon erzähle ich ein andermal mehr.

  1. Institutionalisierung – oder aus de facto wird de jure

Die oft übersehene letzte Dimension von Integration ist die Institutionalisierung: also offiziell, sichtbar, legitim zu werden. Mit seinem neu gewonnenen Status hat das Urban Theater den Übergang vom „Entstehen“ zum „Anerkanntsein“ geschafft. Einer der ersten Unterstützer? Der Lions Club Berlin-Spandau. Und damit zu etwas, das mir sehr am Herzen liegt.

Weihnachten im Juni? Unbedingt.

Ja, es war ein heißes Wochenende. Ja, es ist erst Juni. Aber wer schon mal versucht hat, irgendetwas für Dezember zu organisieren, weiß: Jetzt ist der richtige Moment. Bald ist der Sommer vorbei, zwei Monate sind weg, die nächsten zwei fliegen nur so dahin – und ehe man sich versieht, diskutiert man schon, ob Tante Mabel dieses Jahr eingeladen wird oder ob man die Feier gleich bei ihr veranstaltet.

Darum ist jetzt die perfekte Zeit, über eine der schönsten Aktionen des Lions Clubs Spandau zu sprechen: den jährlichen Adventskalender. Und der erfüllt mehr Wünsche, als man denkt. Er sammelt erhebliche Gelder für lokale soziale Projekte. Er verschafft kleinen Organisationen Sichtbarkeit. Und vor allem: Er bietet Menschen, Unternehmen und Sponsoren die Möglichkeit, sich an einem wunderbaren Akt des Gebens zu beteiligen.

Mitmachen zählt.

Wissenschaftliche Studien zeigen es immer wieder: Ein Gefühl von Kontrolle, Selbstwirksamkeit und Zugehörigkeit ist essenziell für unser Wohlbefinden. Wenn die Weltlage überfordernd wirkt und große Probleme uns klein erscheinen lassen, können genau solche lokalen Initiativen uns zurück ins Handeln bringen – und zurück in die Verbindung mit anderen.

Denn zu geben hilft nicht nur anderen – es gibt uns selbst ein Gefühl von Sinn zurück. Getreu dem Motto: Niemand kann alles tun, aber jede und jeder kann etwas tun, mache ich dieses Jahr zum dritten Mal mit – und ich lade dich herzlich ein, dabei zu sein.

Je mehr mitmachen, desto schöner wird’s. Lass es regnen. Lass es schneien. Lass es lächeln. Kommt gern auf mich zu!

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